Montag, 9. Juni 2008

Fruchtig, scharf, lecker

Da ich letztens entdeckt habe, dass ich zwar Tomatensoße immer langweilig fand, aber total begeistert bin, seitdem ich sie selbst zusammen werfe, dachte ich, ich probier' das auch mal mit Tomatensuppe, die ich sonst nur als lahme Tüten- oder Dosenversion kannte.
Die Parmesanklößchen dazu habe ich durch Stöbern bei chefkoch.de gefunden, da ich noch was Würziges dazu wollte, auf die Zucchini kam ich, weil ich was zum Beißen dazu haben wollte. Das Ciabatta passt natürlich ebenfalls sehr gut.

Zum Nachmachen mit Fotoerklärung. Seeehr lecker.






Zutaten für die Suppe:
Tomaten
pürierte Tomaten
Frühlingszwiebeln
Gemüsebrühe
Knoblauch
Salz, Zucker und grober Pfeffer
Kräuter wie z.B. Rosmarin, Thymian und Basilikum
Öl

Zutaten für die Zucchini:
Zucchini
Würzöl bzw. Olivenöl und Kräuter

Zutaten für die Parmesanklösschen:
1 kleines Ei
25g Butter oder Margarine (funktioniert auch halbfett)
frisch geriebener Parmesan (vielleicht 4-5 große EL)
1 EL Paniermehl
Muskatnuss

Zutaten für das Ciabatta:
300g Mehl
1 Päckchen Trockenhefe/1 halber Hefewürfel
150ml lauwarmes Wasser
Salz
2EL Olivenöl
getrocknete Tomaten und Kräuter (z.B. Thymian, Oregano, Basilikum)






Für die Parmesanklößchen das Ei mit der Margarine schaumig schlagen, dann das Paniermehl unterrühren und danach Parmesan reiben und drunter geben, bis die Masse fest ist. Dann mit ordentlich frisch geriebener Muskatnuss würzen und die Masse für anderthalb Stunden in den Kühlschrank stellen.




Das Mehl für das Ciabatta mit der Trockenhefe und dem Salz mischen, mit einer Gabel das Wasser unterrühren. Dann die Tomaten klein würfeln und mit Öl und Kräutern unter den Teig kneten, bis das Mehl ganz aufgenommen und der Teig schön homogen ist. Dann abdecken und an einem warmen Platz etwa 1 Stunde gehen lassen.






Die Frühlingszwiebeln und Knoblauch grob zerschneiden. Wer später die Suppe nicht passiert, muss den Knoblauch natürlich feiner schneiden.




Mit wenig Olivenöl Knoblauch und Zwiebel auf kleiner Flamme anschwitzen. Ich habe hier etwas Habaneroöl genommen, um eine grundsätzliche Schärfe zu geben.




Die Tomaten grob würfeln und den Strunk entfernen. Wer später keine pürierten Tomaten dazu geben mag, sondern nur richtige Tomaten nehmen möchte, sollte die Haut entfernen. Allerdings braucht man dann wirklich viele Tomaten. Mir persönlich sind die geschmacksintensiven noch zu teuer für eine Suppe.




Die Tomaten zu den Zwiebeln geben, den Deckel auf den Topf legen und sie köcheln lassen, bis die Tomaten richtig matschig sind.




Die Tomaten-Zwiebel-Masse durch eine Flotte Lotte oder ein Drahtsieb passieren. Wer vorher die Haut abgezogen hat und sich nicht an Stückchen stört, kann sie natürlich auch pürieren.




Die passierte Suppe mit etwas Gemüsebrühe aufgießen. Wer keine pürierten Tomaten oder Tomatensaft dazu geben mag, kann mit etwas Tomatenmark abbinden. Man braucht nur wie gesagt recht viele und nicht zu feste Tomaten.




Die pürierten Tomaten hinzufügen, abschmecken und würzen. Etwas Zucker mildert die Säure, etwas Salz gibt Geschmack, grober Pfeffer sorgt für eine tolle Schärfe und vielleicht noch etwas Thymian und klein gehackter Knoblauch. Wem der Geschmack zu extrem ist, der kann auch einen Schluck Milch hinzugeben. Dann die Suppe köcheln lassen, sie dickt dadurch etwas ein. Ist sie zu dickflüssig, einfach etwas heiße Brühe dazu.
Kurz vor dem Servieren gab ich dann gehackten Basilikum dazu, der würde sonst an Aroma und Farbe verlieren.




Der Ciabatta-Teig sollte nun schön aufgegangen sein. Er wird noch ein mal durchgeknetet, zu einem Leib geformt und der Backofen wird vorgeheizt.




Die Zucchini mit einem Hobel oder einer Brotschneidemaschine in dünne Scheiben schneiden, aufrollen und auf Schaschlikspieße spießen. Sie werden dann mit dem Würzöl von beiden Seiten beträufelt, auf einen Teller gelegt und kommen mit dem Ciabatta in den Ofen bis sie anfangen braun zu werden.




Das Ciabatta mit Mehl bestäuben und in den Ofen geben. Es braucht etwa 15min, man sieht eigentlich recht gut, wann es fertig ist oder kann es versuchsweise eindrücken. Die Zucchini-Spieße nicht vergessen.
Das Ciabatta schmeckt vor allem leicht warm mit etwas Butter oder Kräuterbutter toll.




Den Parmesanteig aus dem Kühlschrank nehmen, Wasser aufsetzen, Klößchen aus der Masse formen und sie für ein paar Minuten ins siedende Wasser geben. Es werden recht viele, bei dem Rezept stand aber, sie seien einfrierbar.
Hier das Originalrezept.



Schnabulöses heute – Feurig-fruchtige Tomatensuppe mit würzigen Zucchiniröllchen, sanften Parmesanklößchen und frischem, knupsrigem Ciabatta:



Kommentare:

Jenna hat gesagt…

hmmm das wär was tolles für heute mittag! bist du eigentlich vegetarierin? ich sehe nirgends fleisch!

Food is just a 4-letter word hat gesagt…

Ja, Fleisch, Fisch und solche Dinge gibt es bei uns nicht. :)
Die Tomatensuppe ist abends wirklich zu empfehlen, wenn man Lust auf etwas Leichtes und dennoch Sättingendes hat. War ganz überrascht, da ich Tomatensuppe ja sonst eher doof fand.

Jenna hat gesagt…

juhu, ich ernähre mich auch vegetarisch! nur mein freund isst fleisch, deshalb koche ich auch manchmal was damit...
ich mag tomaten eigentlich gar nicht sooo gerne, weder roh noch als suppe oder soße, aber die zucchini und wie du es angerichtet hast machen mich gerade total an :D

Food is just a 4-letter word hat gesagt…

Na, das passt ja. :)
Ich bin wirklich froh, dass mein Liebster auf Fleisch verzichten kann und nur ab und an Fisch zum Brot ist oder mal Fleisch, bin ich nicht da. Das macht Vieles einfacher.

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